Fachschule Typ Sozialwesen - Fachrichtung Sozialpädagogik (Staatlich anerkannter Erzieher) in Vollzeit – oder Teilzeitausbildung

Dreijährige Ausbildung zum "Staatlich anerkannte(n) Erzieher(in)".


© Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Die Fachschule Sozialpädagogik in Vollzeit im Überblick:

KennzeichenDie Fachschule für Sozialpädagogik schließt den Bildungsgang mit der Berufsbezeichnung "Staatlich anerkannte(r) Erzieher(in)" ab.
Voraussetzungen

Aufgenommen werden kann, wer im Besitz der Fachoberschulreife oder einer gleich- oder höherwertigen Schulbildung ist und
1.    eine einschlägige Berufsausbildung oder
2.    eine nicht einschlägige Berufsausbildung mit einem sozialpädagogischen Praktikum im Umfang von 300 Stunden  oder
3.    die Fachhochschulreife (schulischer und praktischer Teil mit 800 Stunden) oder die allgemeine Hochschulreife (Abitur) mit einem sozialpädagogischen Praktikum im Umfang von 300 Stunden nachweist.

In der Voll- und Teilzeitausbildung ist die gesundheitliche Eignung nachzuweisen.

Wer sich für eine tätigkeitsbegleitende Ausbildung bewirbt, muss neben den o.g. Zugangsvoraussetzungen einen Berufsabschluss nachweisen und im Besitz eines unbefristeten Arbeitsvertrages (mindestens jedoch für die Dauer der dreijährigen Ausbildung) sein. Die schriftliche Zusage des  Arbeitgebers zur Freistellung an den Unterrichtstagen ist zwingend erforderlich.

Dauer3 Jahre in Voll- oder Teilzeit. Die Praktika werden in der Vollzeitausbildung im Block (je Schuljahr 10 Wochen Praktika) durchgeführt. In der Teilzeitausbildung sind 200 Stunden Praktika in einem anderen, als dem aktuellen tätigen Arbeitsfeld zu absolvieren. Der Unterricht findet in der Teilzeitausbildung im Gegensatz zur Vollzeitausbildung an nur zwei Wochentagen statt.
Fächer/Lernfelder

                                 
Berufsübergreifender Lernbereich  
- Deutsch/Kommunikation
- Fremdsprache
- Biologie
- Politik

Berufsbezogener Lernbereich
( SP = schriftliche Prüfung )
- Berufliche Identität erwerben und professionelle Perspektiven weiter entwickeln
- Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten (SP) 
- Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern (SP)
- Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten (SP)
- Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten sowie Übergänge unterstützen
- Institutionen und Teams entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren
- Wahlpflichtbereich (Der Wahlpflichtbereich dient der exemplarischen Erweiterung und Vertiefung in bis zu zwei Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe. Das Angebot erfolgt nach den Möglichkeiten der Schule.

Wahlbereich (zum Erwerb der bundesweit anerkannten Fachhochschulreife )
-  Deutsch/Kommunikation
-  Mathematik



Die praktische Ausbildung / Arbeits- und Tätigkeitsfelder


Kindertagesbetreuung
Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen in Gruppen
- mit überwiegend unter 3-jährigen Kindern
- mit überwiegend 3- bis 6-jährigen Kindern
- mit überwiegend Schulkindern

Förderung von Kindern in Tagespflege
- Tagespflegestellen

Hilfen zur Erziehung
ambulante Hilfen zur Erziehung
- soziale Gruppenarbeit
- sozialpädagogische Familienhilfe und Einzelfallbetreuung
- Frühförderung nach SGB VIII

stationäre Hilfen zur Erziehung
- Heimerziehung, sonstige betreute Wohnformen
- Erziehung in einer Tagesgruppe
- intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung von Kindern und Jugendlichen

Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit

Jugendarbeit
- Jugendfreizeiteinrichtungen
- Kinder- und Jugendprojekte
- sozialpädagogisch betreute Spielplätze

Jugendsozialarbeit
- Sozialarbeit an Schulen
- berufspädagogische Ausbildungsangebote
- Jugendwohnheime und Wohnheime für Auszubildende
- Betreuung ausländischer Jugendlicher

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen außerhalb der Kinder- und Jugendhilfe (nach Antragsstellung durch die Schüler)
Arbeitsbereiche/Einrichtungen können sein:
-  Eingliederungshilfe (u. a. Frühförderung, Heime für geistig und/oder körperlich behinderte Kinder und Jugendliche, Werkstätten für Behinderte)
-  Förderschulen
-  Wohnheime für Kinder und Jugendliche in Förderschulen
-  Kinderkrankenhäuser
-  Frauenhäuser

AbschlussprüfungPrüfung zum Staatlich anerkannte(n) Erzieher(in), bei erfolgreicher zusätzlicher schriftlicher Prüfung in Deutsch und Mathematik wird die Fachhochschulreife vergeben.
weiterführende BildungsgängeStudium an einer Fachhochschule auf dem Gebiet Sozialwesen / Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Aufbaulehrgang: Fachschule für Heilpädagogik (3 Semester) nach einjähriger Berufstätigkeit