06.07.2017 10:10 Alter: 3 yrs

Erfahrungsbericht zur Geschichte-Exkursion


Am 06. Juli 2017 besuchten wir, der Geschichtsleistungskurs der GOST15, die Außenstelle für die Staatssicherheitsunterlagen und die Gedenk – und Dokumentationsstätte „ Opfer politischer Gewaltherrschaft“. In der Außenstelle für die Staatssicherheitsunterlagen, in der Fürstenwalder Poststraße 87, begannen wir mit einer Führung durch die Dauerausstellung „ Täuschen und Vertuschen“, welche uns Aufschluss über die Arbeit der Staatssicherheit gab. Die Staatssicherheit (Stasi) war eine Organisation der DDR, welche das Volk systematisch überwachte. Das Ministerium für Staatssicherheit wurde am 05. Februar 1950 gegründet. Die Ausstellung vermittelte uns viele verschiedene Aspekte. Besonders interessant fanden wir persönlich die öffentlichen Akten der Stasimitarbeiter und der überwachten Personen, welche dort vor Ort ausgestellt waren. Ebenfalls wurden uns die strengen Überwachungsmethoden näher gebracht. Ein Beispiel für die Überwachung war, dass die Mitarbeiter der Staatssicherheit eine eigene Methode entwickelten, Briefe sorgfältig zu öffnen, um diese dann zu kopieren, auf Wertsachen überprüfen zu lassen oder die Briefe sogar einzubehalten. Weitere Methoden waren u.a. Wanzen und versteckte Kameras. Sehr beeindruckt haben uns auch die Geschichten über verschiedene inoffizielle Mitarbeiter und Opfer der Stasi, die uns Frau Gehring erzählte. Nachdem wir die Ausstellung besichtigt hatten, gingen wir in das Archiv für die Staatssicherheitsunterlage und konnten uns dort über die Registereinordnung informieren. Im Archiv erfuhren wir, dass es noch viele zerrissene Akten gibt, welche noch zusammen gesetzt werden müssen, um Aufschluss über weitere Stasimitarbeiter und -opfer zu bekommen. Im Großen und Ganzen war dies ein gelungener und lehrreicher Ausflug in ein dunkles Kapitel der Geschichte der DDR.
Nachdem die Führung durch das Archiv der Staatssicherheit vollendet worden war, schloss sich in Gang durch das ehemalige Gefängnis in Frankfurt (Oder) an. Am Anfang wurde ein kurzer Überblick über die Geschichte des Gefängnisses gegeben, welcher sowohl informativ als auch spannend zusammengestellt war. Nach der Aufteilung des Kurses wurden uns in individueller Betreuung die Räumlichkeiten näher vorgestellt. Der erste Weg führte uns zur Fassade des Gebäudes. Eine Fülle an Stacheldraht, hohe mauern, kaum Tageslicht und eine unzureichende Sanitäranlage – das war der Alltag im Gefängnis gewesen. Diese verurteilungswerten Vorstellungen wurden verstärkt als wir das Bild einer Guillotine sahen. Jene wurde früher zur Hinrichtung von Verurteilten verwendet und die Frage, ob ein Betreuer, der bei der Hinrichtung festhalten musste, nicht auch bestraft worden war, wurde in den Raum geworfen. Zum Schluss wurden uns noch einzelne Schicksale vorgestellt, sodass wir Schüler sowohl nachdenklich als auch aufgeklärt die Gedenkstätte wieder verließen.

Luise Noack, Vanessa Zepke


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