26.05.2011 11:09 Alter: 9 yrs

Exkursion zur Leipziger Universitätsklinik

Seit nunmehr 4 Jahren ist es Tradition, dass die Auszubildenden der Fachrichtung “Zahnmedizinische Fachangestellte“


in der Zeit zwischen der schriftlichen und praktischen Abschlussprüfung eine Exkursion zur Zahnklinik der Uni Leipzig durchführen. Initiiert hatte diese Reise vor 4 Jahren die Stellvertretende Direktorin des Oberstufenzentrums Eisenhüttenstadt, Frau Tupy. Die Resonanz bei den Auszubildenden war so groß, dass aus ursprünglich einem Exkursionstag mittlerweile 2,5 Tage geworden sind. Das ist sehr beachtlich, weil die Auszubildenden allein für die nicht unerheblichen Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung aufkommen. Bei dem schmalen Budget der Auszubildenden lässt diese Bereitschaft ahnen, wie interessant diese Tage von Frau Kossowsky, der Pflegedienstleiterin des Universitätsklinikums und dem Team der Zahnklinik gestaltet werden.

das „SLEEPY LION“ Hostel ist genau die richtige Adresse für den                                 Geldbeutel von Azubis:

 In der Innenstadt gelegen, preiswert, sehr sauber – ein  modernisierter Altbau.

Das Wichtigste aber ist die freundliche und verständnisvolle  Betreuung durch das junge       Personal. Einfach Super!!!!

So richtig los ging es am Dienstag früh um 09.00 Uhr. Frau Kossowsky hatte alles perfekt bis zur letzten Minute organisiert:

-          09.00 – 10.00 Uhr: Besichtigung der Kinder-Zahnklinik und Kieferorthopädischen Abteilung, Thema: Karies bei Säuglingen („Nurse-Bottle-Syndrom“) und Versorgung von Spaltkindern

 

 

-          10.00 – 11.00 Uhr: Hospitation im Kieferchirurgischen OP:                                       Prof. Dr. Dr. A. Hemprich erklärte uns das Vorgehen bei einer Knochentransplantation aus dem Becken zur Deckung eines Gaumendefektes bei einem erwachsenen Spaltpatienten. Im 2. Op wurde eine Patientin mit multiplen Mittelgesichtfrakturen versorgt. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Umsetzung der strengen Hygienerichtlinien, die Material- und Instrumentenbestellung, die Operationsplanung und - dokumentation, u.v.m. in einer großen Klinik scheinbar selbstverständlich funktionieren. Das war QM life. Schwester Petra öffnete für uns einen Instrumententray und die Auszubildenden konnten ihr in Schule und Praxis erworbenes Wissen anwenden Gibt es eine bessere Vorbereitung auf die praktische Prüfung?

 

-          11.00 – 11.30 Uhr: Demonstration der Inlayherstellung mit CEREC 3

-          11.30 – 12.30 Uhr: Herstellung von Epithesen zur Versorgung größerer Knochen- und Weichteildefekte

 

-          12.30 – 13.00 Uhr: Implantate: Die Auszubildenden hatten Gelegenheit, selbst einmal das Eindrehen eines Implantates mittels Ratsche am Modell zu üben

 

-          14.30 Uhr erwartete uns Prof. Dr. Dr. Hemprich, der Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer - und Plastische Gesichtschirurgie, zu einem 90-minütigem Vortrag zur Entstehung und Behandlung von Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten. Sehr anschaulich erläuterte er die zahlreichen Operationen der kleinen und jugendlichen Patienten. Er gab einen Überblick über die Tätigkeit der verschiedenen Fachärzte, die an der Behandlung von Spaltpatienten beteiligt sind und verdeutlichte in diesem Zusammenhang die Intensität der interdisziplinären Zusammenarbeit. Die zukünftigen Zahnmedizinischen Fachangestellten erfuhren so auch, was für eine lange "Krankenhauskarriere" die Spaltträger schon hinter sich haben, wenn sie in unseren Praxen erscheinen und welche Besonderheiten bei der Behandlung von Spaltpatienten zu beachten sind.

Fazit:

Die Zeit war eigentlich immer noch zu knapp. Insbesondere in der Kieferchirurgischen Abteilung hätten wir gern länger verweilt. Aber wir sind dem Team der Zahnklinik sehr dankbar für die uns gewidmete Zeit, denn wir sind uns natürlich darüber im Klaren, dass so eine neugierige „Horde“ den Operationsablauf nicht unbedingt angenehmer macht. Allein schon die hygienischen Voraussetzungen: Umkleiden, Bereitstellen der Hygienebekleidung, Händedesinfektion etc. – das ist mit viel Aufwand verbunden.

Und Leipzig hat noch so viel mehr zu bieten:

Kultur, Politik (Sitz des Bundesbeauftragten für Stasiunterlagen) und Natur.

Vielleicht können wir im nächsten Jahr noch einen Tag „ranhängen“?

 


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